Was verdient ein Referendar?

Referendarinnen und Referendare absolvieren den bezahlten Vorbereitungsdienst nach dem Studium – am häufigsten im Lehramt oder in der Juristenausbildung. Sie unterrichten unter Anleitung bzw. durchlaufen Stationen bei Gericht, Behörde und Anwaltschaft, besuchen Seminare und bereiten Prüfungen vor. Die Bezüge richten sich nach Bundesland, Laufbahn und Besoldungs- bzw. Unterhaltsregelung. Als Orientierung liegen typische Anwärterbezüge bzw. Unterhaltsbeihilfen in Deutschland 2026 oft bei etwa 1.500–1.900 € brutto im Monat; nach erfolgreichem Abschluss starten viele mit rund 4.200–5.200 €.

Comic-Darstellung eines Referendars mit Aktenmappe, Lehrplan und Seminarmaterialien im Klassenzimmer bzw. am Gericht
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Gehalt nach Region (brutto/Monat)

Region
Ausbildung (brutto/Monat)
Ausgelernt (brutto/Monat)
Baden-Württemberg
1.500–1.650 €
4.400–5.500 €
Bayern
1.580–1.720 €
4.550–5.700 €
Berlin
1.600–1.750 €
4.350–5.450 €
Brandenburg
1.620–1.750 €
4.050–5.000 €
Bremen
1.480–1.620 €
4.150–5.150 €
Hamburg
1.530–1.680 €
4.500–5.650 €
Hessen
1.750–1.920 €
4.400–5.500 €
Mecklenburg-Vorpommern
1.680–1.820 €
3.950–4.900 €
Niedersachsen
1.480–1.620 €
4.150–5.150 €
Nordrhein-Westfalen
1.470–1.620 €
4.300–5.350 €
Rheinland-Pfalz
1.550–1.700 €
4.100–5.100 €
Saarland
1.380–1.520 €
4.000–4.950 €
Sachsen
1.720–1.870 €
4.000–4.950 €
Sachsen-Anhalt
1.450–1.580 €
3.900–4.850 €
Schleswig-Holstein
1.530–1.670 €
4.100–5.100 €
Thüringen
1.710–1.860 €
3.950–4.900 €
Deutschland (Durchschnitt)
1.560–1.700 €
4.200–5.200 €

Orientierungsangaben Stand 2026. Die Spalte Ausbildung meint typische Anwärterbezüge bzw. Unterhaltsbeihilfe im Referendariat (Lehramt oder Jura); ausgelernt steht für den Berufseinstieg nach erfolgreichem Abschluss (z. B. Lehrkraft im Schuldienst oder Assessor/angestellter Einstieg). Die tatsächliche Vergütung hängt von Bundesland, Laufbahn, Besoldungs- bzw. Tarifgruppe, Erfahrungsstufe und Einsatzort ab und ist keine Garantie.

Weiterbildungsoptionen

Option
Dauer
Gehaltliche Bedeutung
Übernahme als Lehrkraft / Verbeamtung im Schuldienst
nach Referendariat (sofort bis wenige Monate)
oft 4.200–5.200 €
Fachanwalt nach Zulassung (z. B. Arbeits-, Familien- oder Strafrecht)
ca. 1–3 Jahre
oft 5.500–7.500 €
Digitale Bildung / Unterrichtsmethodik und Seminarvertiefung
Wochen bis Monate
oft 4.300–5.400 €
LL.M., Promotion oder fachliche Spezialisierung
ca. 1–3 Jahre
oft 4.500–6.500 €
Fach- oder Stufenleitung / Seminarfachleitung
Erfahrung plus Qualifikation (Monate bis 2 Jahre)
oft 4.600–6.500 €
Richteramt, Staatsanwaltschaft oder öffentlicher Dienst (Assessor)
Bewerbung plus Probezeit (Monate bis Jahre)
oft 4.800–6.200 €

Beruf und Alltag

Im Referendariat steht praxisnahe Qualifizierung unter Anleitung im Vordergrund: Unterricht oder Stationen, Seminararbeit und Prüfungsvorbereitung bestimmen den Rhythmus. Dazu kommen Hospitationen, Feedbackgespräche, Korrekturen bzw. Aktenarbeit und der enge Austausch mit Mentorinnen, Mentoren und Ausbilderinnen und Ausbildern.

  • Unterricht vorbereiten und halten bzw. juristische Stationen bei Gericht, Behörde und Anwaltschaft durchlaufen.
  • Seminarveranstaltungen besuchen, Unterrichts- oder Fallreflexionen schreiben und Feedback von Ausbilderinnen und Ausbildern umsetzen.
  • Lehrproben, Klausuren oder Examensprüfungen planen, üben und dokumentieren.
  • Mit Mentorinnen und Mentoren sowie Kollegien oder Stationsteams abstimmen; Termine, Fristen und Dokumentation zuverlässig führen.
  • Leistungen korrigieren, Feedback geben bzw. Akten, Schriftsätze und Protokolle unter Anleitung bearbeiten.
  • Prüfungsstoff strukturieren, Zeitmanagement schärfen und den Übergang in den Schuldienst oder die Assessorenlaufbahn vorbereiten.

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